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Worber Post-Artikel: Worber Volièren

Erhaltenswerter Begegnungsort

Zwischen Wislepark und Sternen liegt eine wertvolle Begegnungsstätte. Bei den Volièren am «Bächu» treffen sich Jung und Alt. Nun ist das Zwitschern im Vogelkäfig dem Rattern der Bohrmaschine und den Schlägen des Hammers gewichen. Noch bis Ende November wird das Heim von rund 50 – 60 Vögeln umgebaut und nach den neusten Vorgaben des Tierschutzgesetzes renoviert.

Rudolf Reist vom Verein Kleintierfreunde Worb zeichnet sich für die Planung und die Projektleitung des Umbaus verantwortlich. Unterstützt wird er von Roland Schmutz, der seit vielen Jahren für die Betreuung der Vögel in der Volière zuständig ist. Bis Ende November erhält der Vogelkäfig nun dreifach verglaste Fenster, zwei neue Türen, die den Zugang erleichtern, ein isoliertes Dach, damit Heizkosten gespart werden können und zwei elektronische Warmluftofen mit Thermostat, um auch Energie zu sparen. Zudem werden die Scheiben in einem Bereich getönt, damit die Vögel eine Rückzugsmöglichkeit erhalten. Vor dem Blechdach wird ein Meter breit ein durchsichtiges Dach montiert, das den Tieren zum Schutz bei Unwetter oder Schneefall dient. Durch die Zusammenlegung der vier Abteile auf zwei, erhalten die Vögel mehr Platz. «Die Volière wird aber vom Umfang her nicht grösser als bisher», erklärt Rudolf Reist. Der Platz werde lediglich besser genutzt zum Wohl der Vögel. Die Renovation erfolgt gemäss den aktuellen Vorgaben des Tierschutzgesetzes. Rund 300 Stunden Fronarbeit werden Reist und Schmutz bis zur Fertigstellung geleistet haben. Die Gemeinde unterstützt den Umbau mit der Übernahme der Materialkosten, wofür im Gemeinderat ein Kredit von 35'000 Franken gesprochen wurde.

Umbau abhängig von «Bächu»

Roland Schmutz erzählt, dass der Umbau schon vor zehn Jahren ein Thema war und seither immer wieder diskutiert worden sei. Da aber unklar war, ob der «Bächu» bestehen bleibt, hat man bis heute zugewartet. Der Bach, der von der Bächelmatt am Wislepark vorbei in den Worbboden führt, sollte ursprünglich im Zuge der Realisierung des Worber Hochwasserschutzprojektes, stillgelegt werden. 2013 entschied aber der Gemeinderat, dass der «Bächu» erhalten bleibt. «Wenn der Bach nicht geblieben wäre, hätten wir die Renovation nicht gemacht», erklärt Schmutz. Nun freut er sich, dass das lauschige Plätzchen bestehen bleibt. Die Sitzbänke bei den Volièren sind ein beliebter Treffpunkt und werden oft genutzt: von Schwimmbadbesuchern, Eltern mit kleinen Kindern, älteren Menschen, Pétanque-Spielern, Arbeitstätigen zum Verbringen der Mittagspause oder Jugendlichen, als Schauplatz für erste Liebesbekundungen. «Solche Begegnungsorte sollte man erhalten» ist Roland Schmutz überzeugt.

Die Volièren wurden bereits 1935 zusammen mit dem Schwimmbad und dem Sportplatz gebaut. Auftraggeber war die Gemeinde Worb, für den Unterhalt war der damalige Ornithologische Verein Worb, heute Verein Kleintierfreunde Worb, zuständig. Anfang der achtziger Jahre wurde die elektrische Heizungsanlage erneuert. Seither wurden nur noch kleine Reparaturen getätigt. 83 Jahre nach dem Bau werden die Volièren nun ab Dezember wieder einem zeitgemässen Standard entsprechen. CK

 


Bild von Rudolf Reist und Roland Schmutz
Rudolf Reist und Roland Schmutz vom Verein Kleintierfreunde Worb renovieren die Volièren

Datum der Neuigkeit 26. Sept. 2018