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Wisletunnel

Graben, bauen, auffüllen: alles gleichzeitig

Der Wisletunnel ist das Kernstück der Spange Süd. Anders als beim «klassischen» Tunnelbau, wo ein Stollen durch den Felsen gebohrt oder gesprengt wird, entstand der Wisletunnel im Tagbau, also in der offenen Baugrube. Aushub, Tunnelbau und Hinterfüllung das Zudecken des Tunnels fanden parallel statt, sodass sich die gesamte Baustelle langsam von Westen nach Osten vorangeschoben hatte.

Vorgehen Tagbau

1. Aushub und Sicherung der Baugrube
Die Baugrube wird in «Terrassen» von maximal anderthalb Metern Tiefe abgetragen. Nach jeder Terrasse werden die Baugrubenwände mit Spritzbeton und Nägeln gesichert, bevor tiefer gegraben wird. Der felsige unterste Teil der Grube wird ausgefräst.

2. Tunnelbau im Wochentakt
Der Tunnel entsteht aus aneinandergereihten Elementen und wächst jede Woche um ein Element von 12,5 m Länge. Ein Schalwagen auf Rädern gibt die Form vor: Er bildet die inwendige Schalung, auf welcher armiert und betoniert wird. Im Normalfall gestaltet sich der Ablauf wie folgt:
Montag: Ausschalen des betonierten Elements und Vorwärtsverschieben des Schalwagens.
Dienstag bis Donnerstag: Erstellen der Aussparungen für die Rohre der Elektroinstallationen, Armieren.
Freitag: Betonieren.

3. Hinterfüllen
Die betonierten und mit einer Isolations- und Schutzschicht versehenen Tunnelelemente werden fortlaufend mit Erde zugedeckt und das ursprüngliche Terrain wiederhergestellt. Speziell ist hier beim Wisletunnel, dass gleichzeitig der neue Worbleabschnitt entlang der Spange Süd entstand. Vom Wisletunnel ist heute, abgesehen von den beiden Portalen und dem Notausstieg ungefähr in der Tunnelmitte, nichts zu sehen und auch nichts zu hören. Er erfüllt eine wichtige Landschaftsschutz- und Lärmschutzfunktion.

Die Fotos zeigen den Bau des Neufeldtunnels in Bern, welcher einen vergleichbaren Ablauf hatte
 

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