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Schloss

AdresseSchloss
3076 Worb

Schloss (Foto Franziska Ryter 2012)
Schloss (Foto Franziska Ryter 2012)


Beschreibung
Jürg Schweizer schreibt zum Schloss Worb (S. 40):
"Burgen- und Ritterromantik im 'Herbst des Mittelalters'. Wie kein anderes Bauwerk belegt Worb schliesslich, dass die Unbequemlichkeit der Burg verlassen werden sollte; mit der Treppenanlage werden Züge zelebriert, die Erschliessungskomfort und Repräsentation kombinieren. Worb ist ein Meilenstein von der Burg zum Schloss."

1. Baujahr
im Kern wohl 11. Jahrhundert, hochmittelalterliche Anlage (um 1200)

Wichtige Umbauten
ab 1469 in mehreren Etappen zur heuteigen Form aus- und umgebaut (Wiederherstellung nach Brand von 1535)

Inschriften/Baudaten
1472 (Türsturz, Treppenturm, Palas)
1535 (Fenstersturz, Bergfried)
16 CVG 69 IAR (Türsturz, Bergfried)
1699 (Kellertürsturz)
1865 (über Tür zu Remise)

Geschichte
1127: wird der Edle Anselmus de Worvo als Lehensherr genannt.
1146: tagt unter Herzog Konrad von Zähringen das Gericht in Worb in Anwesenheit der Freiherren von Worb. Ihre Nachfolger werden die Freiherren von Kien.
Mitte 14. Jh.: Nach dem Aussterben der Herren von Kien verkaufen die Erbinnen Worb samt Burg an Peter und Kuno von Seedorf.
1393: an Schultheiss Petermann von Krauchthal.
1420 kaufen Rudolf und Ulrich Rieder die verwahrloste Burg und Herrschaft. Die zwei Herrschaftshälften erleben in der Folge die verschiedensten Handänderungen und Aufteilungen.
1469: Durch Erbgang und Kauf kann Niklaus von Diesbach in diesem Jahr die restlichen Teile der Herrschaft Worb erwerben, nachdem Loy von Diesbach bereits ab 1425 gewisse Teile verwaltet hatte.
1475: Beim Tod Niklaus II. erbt sein Vetter Wilhelm I. (gestorben 1517) die Herrschaft.
1516: erwirbt Ludwig von Diesbach den Kirchensatz von Worb.
1533: gelangt Worb an Jost von Diesbach.
Ende 16 Jh.: Die Herrschaft Worb gehört drei Miteigentümern, zur Hälfte Hieronymus Manuel. In der Folge teilen sich die verschiedensten Eigentümer den Besitz, bis
1668: Christoph von Graffenried sämtliche Teile wieder in seiner Hand vereinigen kann. Bis
1792: bleibt Worb Alleinbesitz der Graffenried; damals verkauft die Erbengemeinschaft die Herrschaft an Johann Rudolf von Sinner.
1811: geht der Besitz, ohne die 1798 verlorenen Herrschaftsrechte, an seine Nachkommen. So
1841: an Karl Friedrich von Goumëns-von Sinner.
1899: wird Worb an Louis William Gabus von Le Locle verkauft.
1915: erwirbt Ludwig Scholz aus Berlin das Schloss. Von seinen Erben kaufen
1955: Hans W. Seelhofer und andere das Schloss; seit
1964: ist Hans W. Seelhofer [bzw. seine Witwe] Alleinbesitzer."



Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 119.

Literatur

  • Jürg Schweizer, Der bernische Schlossbau im 15. Jahrhundert. In: Mittelalter Jg. 8 Nr. 2, 2003, S. 32-44.
  • Jürg Schweizer, Das alte Schloss - Von der wehrhaften Burg zum repräsentativen Palais. In: Heiner Richard Schmidt (Hrsg.), Worber Geschichte, Bern 2005, S. 216-232

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte
Schloss_SW-Front.JPG (JPG, 266.9 kB)

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