Buch und CD "Dr schnäuscht Wäg nach Worb"
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Das Buch "Dr schnäuscht Wäg nach Worb" von Ursula Wenger und Oskar
Weiss ist im Verlag Mäder Druck erschienen. Es kann für 32 Franken bei
der Buchhandlung Regual Bener,
Bahnhofplatz 1, Worb, bezogen werden.
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BERN-OST... |
Der
Sketch zum Herunterladen (PDF 15 kB)
In der "Berner Zeitung BZ" vom
7. September 2000 ist der folgende Artikel über den berühmten Sketch von
Ernst Mischler erschienen (Autorin: Christine Nydegger):
«Wann fährt der nächste Omnibus nach Worb?» Dies fragte 1954 Karl Steuer.
«Wenn dass dä fahrt? Nie!»
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Diese Antwort gab der Gümliger Lehrer Ernst Mischler (Bild). Das
Tonbandgerät stand im Radiostudio Bern. |
«Erlauben Sie mal. Sie sind doch sicher ein Einheimischer?»
«Einheimischer? Wie meinet dr das?»
So beginnt der Dialog zwischen einem Deutschen und einem Berner, in dem das
Einander-Nicht-Verstehen-Wollen auf die Spitze getrieben wird. Wenn im Radio
die alte Tonbandaufnahme zu hören ist, reden immer noch Karl Steuer aus
Deutschland und Ernst Mischler aus Gümligen aneinander vorbei. Zwar sind die
beiden schon lange gestorben. Doch mit dem Sketch «Der Weg nach Worb»
bleiben sie unvergessen.
Die Geschichte begann auf halbem Weg nach Worb, nämlich in Gümligen. Dort
wurde 1932 ein junger Lehrer namens Ernst Mischler angestellt. Im
Seidenbergschulhaus unterrichtete er danach während 40 Jahren ganze
Generationen von Buben und Mädchen. Viele der damaligen Schülerinnen und
Schüler erinnern sich noch heute als Erwachsene gerne an ihren früheren
Lehrer, und das nicht nur «wägem Wäg nach Worb». Denn «Muschi», wie er im
Schulhaus genannt wurde, war ein Lehrer mit Witz und Fantasie. Statt Strenge
und des damals noch gebräuchlichen Holzstocks setzte er Güte und List ein.
Er machte seine Sache scheinbar sehr gut. Und doch war Lehrer nicht sein
Traumberuf. Ernst Mischler wollte Ingenieur werden, doch sein eigener Lehrer
riet ihm davon ab. Dieser Beruf habe keine Zukunft, wurde Mischler um 1920
herum noch beschieden. Also absolvierte er das Lehrerseminar in Hofwil.
Schauspieler, Kabarettist…
Wie das früher so war: Ein Lehrer war nicht einfach ein Lehrer. Ernst
Mischler war Schauspieler im Heimatschutztheater und, nachdem er einen Kurs
belegte, auch Reporter beim Radio.
Bald gehörte er im Studio Bern zum Hörspielteam. Damals, als die Hörspiele
nach Jeremias Gotthelf die Strassenfeger waren, gehörte Ernst Mischler dazu.
Aber dem Kasperli lieh der Gümliger Lehrer seine Stimme öfter.
«Conférancier» war der nächste Schritt in Mischlers nebenberuflicher
Karriere. Heute würden wir diese Tätigkeit «moderieren» nennen. So nahte
jener «Bunte Abend», der im Radiostudio Bern direkt aufgenommen wurde. Ernst
Mischler sollte mit dem Deutschen Karl Steuer einen Sketch zum Besten geben.
Doch der Text, den die beiden erhielten, war so mager, dass sie selber zu
Werke gingen.
Ein Sketch für 80 Franken
So entstand «Der schnellste Weg nach Worb». Er wurde erstmals am 22. Mai
1954 ausgestrahlt. Jetzt sollte man doch meinen, die «Karriere» von Ernst
Mischler hätte steil aufwärts gehen müssen. Doch dem war nicht so. Er
«kassierte» für den späteren Dauerbrenner lediglich 80 Franken, und es wurde
danach eher still um den Gümliger Lehrer. Er bereitete weiter seine Schüler
und Schülerinnen auf die Sekprüfung vor und spielte im Berner
Heimatschutztheater. 1972 wurde er pensioniert. Zwei Jahre später tauchte
das 1954 aufgenommene Tonband wieder auf. Der damalige Radiomitarbeiter
Georges Pilloud habe Material gesucht für die Sendung «Gestern Hit, morgen
Evergreen». Danach hielt sich «Der schnellste Weg nach Worb» prächtig.
Seither wurde er mehrere Male auf Platten und Kassetten aufgenommen.
Und immer noch verstehen sich der Berner Ernst Mischler und der Deutsche
Karl Steuer nicht, obschon sie beide eigentlich die gleiche Sprache
sprechen. «Wann fährt denn nun das nächste blaue Bähnli?», fragt Steuer auch
heute noch. «Das isch grad vor zwo Minute gfahre - gseeter, dert isch es
underwägs…», antwortet Ernst Mischler aus Gümligen.
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