Historische Objekte

Bachteilete im Änggisteinmoos

Ableitung vom Biglenbach durch einen Schieber
Ab Mitte des 14. Jhdts wird vom Biglenbach Wasser Richtung Worb abgezweigt. Die Wasserkraft dieses Kanals wurde vor allem am Schlosstalden gewerblich intensiv genutzt.

"Der Bach, der aus dem Änggisteinmoos kommt, durch Enggistein und nach Worb fliesst, ist eigentlich ein Kanal. Er wurde von Menschenhand geschaffen. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts wird er durch eine Schleuse beim Metzgerhüsi vom Biglenbach abgezweigt und ins obere Worblental geleitet. [...] Die Herren von Worb (damals die Grafen von Kien) kauften um 1350 von den Besitzern des Bigletales, den Grafen von Kyburg, zum Preis von zwei schwarzen Ochsen das Recht, vom Biglenbach so viel Wasser abzuleiten, wie durch "ein riter zarg", den Reifen eines grossen Siebes ging. [...] Seither fliesst der grössere Teil des Baches nach Worb [...]." (Müller-Grieshaber und Schmidt, 2005 S. 29-30)

Literatur
Peter Müller-Grieshaber und Heinrich Richard Schmidt: Landschaft, Wasser, Wald, in: Heinrich Richard Schmidt (Hrsg.), Worber Geschichte, Bern 2005 S. 24-38

Bachteilete im Änggisteinmoos
3077 Enggistein

Schleuse im Änggisteinmoos beim Metzgerhüsi (Foto von Monica Cloetta 2004)

Bauernhaus Äusserer Stalden

Seit 1999 Freizeithaus und Jugendtreff
Ehemaliges Bauernhaus, vermutlich erbaut um 1830; renoviert 1988. Wohlproportionierter Bau mit sorgfältigen Details und weitgehend intaktem Äusseren.

Ehemaliges Bauernhaus, seit 1999 Jugendtreff und Freizeithaus
Stattlicher, achsensymmetrisch konzipierter Riegbau.

1. Baujahr
erbaut vermutlich um 1830

Wichtige Umbauten
renoviert 1988

Nutzungen
Ehemaliges Bauernhaus, seit 1999 Jugendtreff und Freizeithaus

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 36.

Bauernhaus Äusserer Stalden
Aeusserer Stalden 3
3076 Worb

Freizeithaus und Jugendhaus (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Bächumatt

Landwirtschaftsbetrieb
Das Bauernhaus Bächumatt wurde wohl im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts über dem Fundament eines Vorgängerbaus (von 1785?) erbaut.

Bauernhaus Bächumatt

1. Baujahr
wohl erbaut 1. Viertel 19. Jahrhundert über Fundament eines Vorgängerbaus (von 1785?).

Inschriften/Baudaten
1785 Brandv.
H 1925 M (Brunnentrog)
"Wir pflügen und streuen den Samen aufs Land
Doch das Gedeihen steht in des Höchsten Hand" (Nordfassade)

Nutzungen
Bauernhaus

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 107.

Bauernhaus Bächumatt
Richigenstrasse 20
3076 Worb

Bauernhaus Bächumatt (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Bleiche

Jetzt Wohnhaus und Atelier
Einst Teil der kulturhistorisch wichtigen gewerblichen Baugruppe Farb. Stattliches Ründihaus des 18. Jahrhunderts. Ökonomieteil von 1982 bis 2008 als Galerie genutzt.

Ehemaliges Bauernhaus, zur einstigen Bleicherei der Leinenwebereien Worb & Scheitlin gehörend, jetzt Wohnhaus und Atelier.

Stattlicher Baukörper unter steilem Viertelwalmdach mit gesetzter Ründi. Das Erdgeschoss ist gemauert und mit Sandsteinelementen gegliedert (gefugte Ecklisenen, Tür- und Fenstereinfassungen). Der Oberbau in kräftiger Riegkonstruktion mit traufseitigen Lauben (verlängert) und einer Giebellaube mit hoher Mittelstütze. Holzwerk hellgrün gefasst. Breite, reich befensterte Ründifassade von strenger Achsensymmetrie. Ehemaliger Ökonomietrakt um 1900 in Kalk- und Sichtbackstein. Umlaufende, teils gepflästerte Terrasse, längsseitig mit Kellerabgang (gutes Kellerhalsgeländer). Unter Brückstock Kalksteinbrunnen. Hofplatz mit mächtiger Linde. Prägender Bau an der Farbstrasse. Die zum unverbauten Wiesland orientierte Hauptfassade ist von weither sichtbar.

1. Baujahr
Stattlicher Bau mit Ründi des 18. Jahrhunderts, vermutlich erbaut 1787

Wichtige Umbauten
später wiederholt Erneuerungen, wie beispielsweise der Farbanstrich 1900, umgebaut um 1920; 1982 wurde das Haus mit dem Zweck, Kulturschaffenden Raum für Aktivitäten zu bieten, renoviert und ausgebaut.

Nutzungen
Ökonomieteil bis 2008 als Galerie genutzt.

Geschichte
Das Haus war Teil der Gewerbebetriebe Bleiche.

Inschriften/Baudaten
1787 (angeblich am Dachgebälk)

Quellen

  • Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 83.
  • Informationen aus den Akten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Bauernhaus Bleiche
Farbstrasse 23
3076 Worb

Bauernhaus Bleiche (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Bollstrasse

Jetzt Wohnhaus und Ausstellungsräume
Ehemaliges Bauernhaus, wohl 1805 erbaut.

Ehemaliges Bauernhaus

1. Baujahr
wohl 1805 erbaut

Inschriften/Baudaten
1805 Brandv.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 47.

Bauernhaus Bollstrasse
Bollstrasse 5
3076 Worb

Bauernhaus Bollstrasse (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Eggasse

Jetzt Wohnhaus
Ehemaliges Bauernhaus, erbaut 1942 über Fundamenten eines Vorgängerbaus; ursprünglicher Ökonomieteil erhalten.

Ehemaliges Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut 1942 über Fundamenten eines Vorgängerbaus

Nutzungen
ursprünglich mit Ökonomieteil

Inschriften/Baudaten
Inschriften/Baudaten: 1924 (Brunnentrog)
1942 Brandv.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 54.

Bauernhaus Eggasse
Eggasse 4
3076 Worb

Bauernhaus Eggasse (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Hofmatt

Landwirtschaftsbetrieb
Das Bauernhaus wurde 1794 erbaut; der Ökonomieteil ist wohl von 1916.

Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut 1794

Nutzungen
Ökonomieteil wohl von 1916

Inschriften/Baudaten
AM ST
1794 (Kellertürsturz)
1916 (Brunnentrog)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 110.

Bauernhaus Hofmatt
Rubigenstrasse 6
3076 Worb

Bauernhaus Hofmatt (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus in Richigen

Ehemaliger Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus, erbaut wohl im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Bauernhaus

1. Baujahr
wohl erbaut im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts

Inschriften/Baudaten
1901 (Brunnen)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 2, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 25.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Bauernhaus in Richigen
Luzernstrasse 213
3078 Richigen

Bauernhaus Richigen (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus in Vielbringen

Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus erbaut 1849.

Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut 1849

Inschriften/Baudaten
1849 (Büge, Südfassade)
1884 (Brunnen)
1910 (Vorplatz des Ökonomieteils)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 2, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 10.

Bauernhaus in Vielbringen
Eichholzweg 50
3075 Vielbringen bei Worb

Bauernhaus Vielbringen bei Worb (Foto Monica Cloetta 2013)

Bauernhaus Kreuzgasse

Heute Doppelwohnhaus
Ehemaliges Bauernhaus von 1681
Umgebaut und renoviert 2001-2002.

Ehemaliges Bauernhaus, heute Doppelwohnhaus

1. Baujahr
datiert 1681

Wichtige Umbauten
umgebaut und renoviert 2001-2002

Inschriften/Baudaten
IN GOTTES NAMEN GECH ICH AVS + BEHÜT MIR GOTT MEIN GANTZES HVS
H. L. MICHEL SCHNYDER ZIMERMEISTER DEN 22 ABPREL 1681 IAR (Tenntorsturz)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 99.

Bauernhaus Kreuzgasse
Kreuzgasse 6
3076 Worb

Ehemaliges Bauernhaus (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Längmatt

Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus Längmatt, datiert 1839.

Bauernhaus Längmatt

1. Baujahr
datiert 1839

Inschriften/Baudaten
H B B 1839 (Kellertürsturz)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 80.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Bauernhaus Längmatt
Enggisteinstrasse 92
3076 Worb

Bauernhaus Längmatt (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Lauigasse

Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus von 1794; Ökonomieteil um 1910; jüngere Schopfanbauten.

Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut 1794

Wichtige Umbauten
jüngere Schopfanbauten

Nutzungen
Ökonomieteil um 1910

Inschriften/Baudaten
D H
E R
1794 (Kellertürsturz)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 100.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Bauernhaus Lauigasse
Lauigasse 8
3076 Worb

Bauernhaus Lauigasse (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus mit Metzgerei

Heute Wohnhaus
Ehemaliges Bauernhaus, erbaut 1792; vormals mit Metzgerei; renoviert 2001-2002.

Wohnhaus

1. Baujahr
erbaut 1792

Wichtige Umbauten
renoviert 2001-2002

Nutzungen
Ehemaliges Bauernhaus, vormals mit Metzgerei, heute Wohnhaus

Inschriften/Baudaten
diss Haus ist aufgericht/ den 18.ten hornung/ Im 1792. Jahr da Niklaus Althaus / der Zimmermann war
.... Niklaus Gfeller / und Katharina Rebman sein Ehgemal (Windladen, Südseite)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 96.

Bauernhaus mit Metzgerei
Kreuzgasse 2
3076 Worb

Wohnhaus ehemals mit Metzgerei (Foto Franziska Ryter 2012)st 2012)

Bauernhaus mit Wagnerei

Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus Sonnhalde, vermutlich erbaut Ende 18. Jahrhundert; ehemals mit Wagnerei; Ökonomietrakt wohl von 1904.

Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut vermutlich Ende 18. Jahrhundert

Nutzungen
ehemals mit Wagnerei; Ökonomietrakt wohl von 1904

Inschriften/Baudaten
1904 (Brunnentrog)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 150.

Bauernhaus mit Wagnerei
Vechigenstrasse 47
3076 Worb

Bauernhaus Sonnhalde (Foto Franziska Ryter 2012)

Bauernhaus Rubigenstrasse

Landwirtschaftsbetrieb
Bauernhaus, wohl erbaut Ende 18. Jahrhundert; jüngere Anbauten.

Bauernhaus

1. Baujahr
wohl erbaut Ende 18. Jahrhundert

Wichtige Umbauten
jüngere Anbauten

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 112.

Bauernhaus Rubigenstrasse
Rubigenstrasse 51
3076 Worb

Bauernhaus Rubigenstrasse (Foto Monica Cloetta 2012)

Bauernhaus Rütiweg

Jetzt Gewerbebetrieb
Bauernhaus von 1807; Ökonomieteil um 1920.

Bauernhaus

1. Baujahr
erbaut 1807

Nutzungen
Ökonomieteil um 1920

Inschriften/Baudaten
H L
B H
1807 (Kellertürsturz)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 115.

Bauernhaus Rütiweg
Rütiweg 20
3076 Worb

Bauernhaus Rütiweg (Foto Monica Cloetta 2013)

Ehemaliges Taunerhaus

Gewerbegebäude
Ehemaliges Taunerhaus von 1751 mit vermutlich ursprünglichem Ökonomieteil; jüngerer Ostanbau.

Ehemaliges Taunerhaus

1. Baujahr
erbaut 1751

Wichtige Umbauten
jüngerer Ostanbau

Nutzungen
vermutlich ursprünglich mit Ökonomieteil

Inschriften/Baudaten
1751 Brandv.
1752 (Ofen)
1802 Christof Lehman Kattrina Bürcky (Ofen)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 113.

Ehemaliges Taunerhaus
Rubigenstrasse 57
3076 Worb

Ehemaliges Taunerhaus (Foto Kant. Denkmalschutz Elisabeth Schneeberger 2002)

Fellerstock

Wohnhaus, ehemals mit Gewerbe
Spätbarockes Wohnhaus, erbaut Ende 18. Jahrhundert; Umbau nach 1835?; ehemals mit Stoffladen und Wolllager im Dachgeschoss, Anbau 1984.

Aussergewöhnliches Wohnhaus des Spätbarocks

1. Baujahr
erbaut Ende 18. Jahrhunderts

Wichtige Umbauten
Umbau nach 1835?
Anbau 1984

Nutzungen
ehemals mit Stoffladen und Wolllager im Dachgeschoss

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 72.

Fellerstock
Enggisteinstrasse 18
3076 Worb

Fellerstock (Foto Franziska Ryter 2012)

Gasthaus Kreuz

Ehemaliges Restaurant
Gasthaus Kreuz, datiert 1820; Nordseitiger Anbau wohl von 1889; jüngere Anbauten. Restaurant geschlossen Ende 2012.

Gasthaus Kreuz, geschlossen 2012

1. Baujahr
datiert 1820

Wichtige Umbauten
Nordseitiger Anbau wohl von 1889; jüngere Anbauten

Inschriften/Baudaten
H.G.
M. ST.
1820 (Türsturz)
1889 (Brunnentrog)
F A (Wirthausschild)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 97.

Gasthaus Kreuz
Kreuzgasse 4
3076 Worb

Gasthof Kreuz (Foto Franziska Ryter 2012)

Gasthaus Sternen

Restaurant und Hotel
Gasthaus Sternen, ehemalig mit Stallung, erbaut 1834; frühere Bezeichnung "Gasthof zum Batzen", umgebaut und erweitert um 1930/40, renoviert 1980.

Gasthaus Sternen

1. Baujahr
erbaut 1834

Wichtige Umbauten
umgebaut und erweitert um 1930/40, renoviert 1980

Nutzungen
ehemals mit Stallung

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 45.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Gasthaus Sternen
Bernstrasse 30
3076 Worb

Gasthof Sternen (Foto Franziska Ryter 2012)

Gasthof Löwen

Restaurant und Hotel
Gasthof Löwen, erbaut 1744-46. Führt sich auf eine Tavernenwirtschaft in Worb zurück, die 1375 urkundlich erwähnt wird. Beherbergte viele renommierte Gäste.

Gasthof Löwen

1. Baujahr
erbaut 1744-46

Inschriften/Baudaten
F P 1744 (Kellertürsturz, im Innern)

Geschichte
Aus der Chronik des Gasthofs Löwen Worb (1973) erfahren wir:
"600 Jahre Löwen Worb!
Das darf man wohl sagen; denn im Jahr 1375 wird die Tavernenwirtschaft Worb urkundlich zum erstenmal erwähnt und zwar wegen Essens des Schultheissen mit den Ratsherren etc. Also muss sie damals schon einige Jahre bestanden haben.
300 Jahre ununterbrochen im Besitz der gleichen Familie!
Das sind nur 10 Generationen, weil zwei gleich 64 resp. 35 Jahre lang herrschte. Die Familiennamen änderten von Roth auf Hofmann und dann auf Bernhard, weil beidemal die Erbschaft auf eine verheiratete Tochter ging."
Dem „Gästebuch“ kann man folgendes entnehmen:
"Zweiter Weltkrieg: Während der Armeestab in Worb war, logierten im „Löwen“ u.a. Generalstabschef Huber, Oberstlt. Masson usw. General Guisan kam mehrmals zu Besprechungen oder Feiern.
Regelmässige Gäste waren auch die britische und amerikanische Botschaft.
1945: Erste Ministerkonferenz nach dem Krieg (Minister Stucki und C. Burckhardt).
1946: Erste internationale Strafrechtskommission
1949: Erste internationale Eisenbahntransportkonferenz
Im Laufe der Jahre:
Kronprinzessin Juliane von Holland
Prinz von Dänemark (Rotary-Präsident)
Regelmässig, wenn sie in der Schweiz waren:
Die Herren Professor Röpke, Professor Sauerbruch, der Sänger Benjamino Gigli, der Dirigent Furtwängler."

Quellen

  • Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 59.
  • Gasthof Löwen Worb: Chronik von 1375-1973: nach den Urkunden und Akten dargestellt, 1973, 10 Blätter.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Gasthof Löwen
Enggisteinstrasse 3
3076 Worb

Gasthof Löwen (Foto Franziska Ryter 2012)

Hammerschmiede

Heute Gemeindebibliothek und Wohnhaus
Die Hammerschmiede wurde 1819/20 am Worber Schlossstalden von der Firma Ott erbaut und diente bis in die 1980er Jahre als Gewerbebetrieb.

Ehemalige Hammerschmiede

Baujahr
1819/20 am Worber Schlossstalden von der Firma Ott neu erbaut.

Wichtige Umbauten
Das Erdgeschoss wurde in die Maschinenhalle des Fabrikneubaus 1912 einbezogen und im ersten Stock wurden Büros eingebaut. Nach dem Firmensitzwechsel in den Worbboden wurde die Hammerschmiede vom Architekturbüro Liebau AG 1984/85 vollumfänglich restauriert. Heute beherbergt sie im Erdgeschoss die Gemeindebibliothek Worb.

Nutzungen
Die Hammerschmiede, welche 1819/20 für die gewerbliche Nutzung der Firma Ott auf dem Gelände eines Vorgängerbaus erbaut wurde, wurde später für Industriebauten umgebaut und entsprechend baulich angepasst.

Quellen

  • Kunstaltertümerkommission des Kantons Bern, Kantonale Denkmalpflege „Einwilligung zur Unterschutzstellung“ Bern, 21. August 1984.
  • Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 11 und 128.
  • Diverse Dossiers der Kantonalen Denkmalpflege Bern.

Literatur

  • BZ, 15. Oktober 1984 „Ein altes Stück Worb soll neu aufleben. Die unter Denkmalschutz stehende Hammerschmiede wird gegenwärtig restauriert“.
  • Der Bund, 23 Februar 1981, Seite 13 „Eine Wohnsiedlung nach Mass. Neue bauliche Akzente im Ortskern von Worb“.
  • Worber Post, 13. Jahrgang, April 1980 „Überbauung Stalden Worb Areal Ott AG“ Seite 1-2.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Hammerschmiede
Schmitteplatz 4
3076 Worb

Alte Hammerschmiede (Foto Monica Cloetta 2013)

Hammerschmiede - Denkmalspflege des Kanons Bern

Hubelgut

Spärbarocker Herrenstock
Erbaut 1759; 1842-57 private Sekundarschule Worb; renoviert 1987-88.

Landsitz Hubelgut

1. Baujahr
erbaut 1759

Wichtige Umbauten
renoviert 1987-88

Nutzungen
1842-57 private Sekundarschule Worb

Inschriften/Baudaten
1759 (Kamin, OG)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 155.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Hubelgut
Wattenwilstrasse 24
3076 Worb

Landsitz Hubelgut (Foto Ranziska Ryter 2012)

Hubelgut Herrenstock Rückseite

Kindergarten Wyden

Öffentliches Gebäude, Schule
Kleinkinderschule, erbaut 1930; vermutlich ab 1955 öffentlicher Kindergarten.

Kleinkinderschule und ab ca. 1955 öffentlicher Kindergarten

1. Baujahr
erbaut 1930

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 161.

Kindergarten Wyden
Wydenstrasse 31
3076 Worb

Kindergarten Wydenstrasse (Foto Franziska Ryter 2012)

Leinenweberei

Heute "Wäbi Worb" mit Gewerbebetrieben
Ehemalige Leinenweberei, erbaut 1892, mehrmals erweitert; renoviert 1989; heute Ladenlokale, Bistro, Lager.

"Wäbi Worb" mit Ladenlokalen, Bistro, Lagerräumen.
Zu der Leinenweberei gehörte auch die Bleicherei, 400 m nordwestlich ebenfalls am Enggisteinbach gelegen, aber Mitte der 1980iger Jahre abgebrochen (siehe Historisches Objekt "Bauernhaus Bleiche").
1904 fusionierte die Scheitlin & Cie. In Oberburg mit den Worber Unternehmen Röthlisberger & Cie. und Kunstbleiche Dr. Stucki. 1913 wurden diese Unternehmen zu den Vereinigten Leinenwebereien Worb & Scheitlin Cie. AG. 1924 bestritt das Unternehmen zwei Drittel des schweizerischen Leinenexportgeschäfts.

1. Baujahr
erbaut 1892

Wichtige Umbauten
mehrmals erweitert; renoviert 1989

Nutzungen
Ehemalige Leinenweberei

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 78.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Leinenweberei
Enggisteinstrasse 77
3076 Worb

Wäbi, ehemalige Leinenweberei (Foto Franziska Ryter 2012)

Neuschloss

Barockschloss und Herrschaftssitz
Das Neuschloss wurde 1734-37 für Franz Ludwig von Graffenried erbaut; umgebaut 1898 und 1912-13; renoviert 1987-92.

Neuschloss

1. Baujahr
erbaut 1734-37

Wichtige Umbauten
umgebaut 1898 und 1912-13; renoviert 1987-92

Geschichte
Das Neuschloss Worb wurde in den Jahren 1734-37für Franz Ludwig von Graffenried erbaut und nicht wie von früherer Forschung angenommen für dessen Vater, Christoph von Graffenried.
Das Neue Schloss Worb diente im späten 18. und 19. Jahrhundert als ganzjähriger Wohnsitz für Mitglieder der Herrschaftsfamilie oder als Campagne.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 81.

Literatur

  • Johanna Strübin Rindisbacher, Ein neüwas schönes und kostbares Schloss, in: Heiner Richard Schmidt, Worber Geschichte, Bern 2005, S. 234-243.
  • Johanna Strübin Rindisbacher, Neuschloss Worb, Bern 2004.

Weitere Bilder zum Neuschloss aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Neuschloss
Farbstrasse 12
3076 Worb

Neuschloss (Foto Johanna Strübin Rindisbacher 2004)

Pfarrstöckli

Sekretariat der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde
Pfarrstöckli, ehemals wohl mit Ofenraum, erbaut 1. Hälfte 19. Jahrhunderts; renoviert 1990-91.

Pfarrstöckli

1. Baujahr
erbaut 1. Hälfte 19. Jahrhunderts

Wichtige Umbauten
renoviert 1990-91

Nutzungen
ehemals wohl mit Ofenraum, heute Sekretariat der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 63.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Pfarrstöckli
Enggisteinstrasse 4A
3076 Worb

Pfarrstöckli (Foto Monica Cloetta 2013)

Pfarrstöckli SO-Seite

Reformierte Kirche

Kirche, zurückgehend auf das 11. Jahrhundert
Frühromanische Saalkirche. Turm von 1430. Zu Beginn des 16. Jhdts. Umbau des Schffes, Neubau von Turm, Sakristei und Chor mit Glasmalereien, Chorgestühl und Taufstein.

Grabungshinweise auf eine Kirche aus dem 7. oder 8. Jahrhundert. Der heutige Bau geht auf eine frühromanische Saalkirche aus dem 11. Jahrhundert zurück. (Rundbogenfenster, Fragmente eines Rundbogenportals). Älteste urkundliche Erwähnung um 1236. Kurz nach 1430 erfolgte an der südlichen Schulter des Schiffs der Anbau des heutigen Turms, der vielleicht einen älteren ablöste. Das heutige Glockengeschoss stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Der eingezogene Polygonalchor, der seitliche Turm und die Sakristei entstanden 1520/21 und damit kurz vor der Reformation. Glockengeschoss des Turmes und Spitzhelm wurden möglicherweise zeitgleich wie das 1719 datierte Südportal erbaut. Nordwestseitige Vorhalle mit Arkadenreihe ist von 1933.

Rahmende und gliedernde Elemente aus Sandstein. Masswerkfenster des Schiffs aus der Wand geschnitten, jene des Chors durch umlaufendes Sohlbankgesims gegürtet. Im Innern Malereireste aus dem 3. Viertel 15. Jahrhundert; dekoratives Chorgewölbe; hervorragende Ausstattung aus der Wende von Spätgotik zu Frührenaissance (Glasscheiben, Taufstein, Chorgestühl; Kanzel 2. Hälfte 16. Jahrhundert). Stattliche spätgotische Landkirche mit kostbarer Ausstattung. Beherrschender Bau der Dorfmitte, umgeben von baumbestandenem Kirchhof und Häuserkranz.

1. Baujahr
Eine erste Kirche aus dem 7. oder 8. Jahrhundert.

Wichtige Umbauten
erweitert und erneuert 16. Jahrhundert; Renoviert 1932-33, 1969-73, 1983-84

Geschichte
Die 17 Scheiben stammen alle aus den Jahren 1521 und 1522. Das Schiff erhielt gleichzeitig neue Fenster mit gotischen Masswerken. Die Patronatsrechte gehörten, erstmals 1465 nachgewiesen, den Bubenberg, kamen 1516 an die Diesbach, 1606 samt der Herrschaft Worb an die Graffenried und 1839 an den Staat Bern. Im Jahr 1900 erhielt die Kirche eine neue Orgel, und 1904 wurde das Dach des Turmes neu aufgerichtet.
(Vgl. Kunstführer der GSK von Samuel Rutishauser, 1985 (SKF-0377D)
Bei der Restaurierung 1983/84 fand der Archäologische Dienst des Kantons Bern 13 Grabplatten von Familienangehörigen der von Graffenrieds und von Diesbachs im Kirchenschiff aus dem 14. Jahrhundert:

NameTodesjahrLängeBreiteDickeGewicht
Johann Rudolf von Diesbach1594187cm91cm17cm725kg
Christoph von Diesbachzerstört



Dorothea von Diesbach, geb. Manuel1607190cm90cm17cm730kg
Samuel Wunderlich1644219cm92cm8cm405kg
Maria Wunderlich1646193cm95cm25cm1'145kg
Anton Christoph von Graffenried1639186cm94cm21cm920kg
Kaspar Christoph von Graffenried1682185cm88cm19cm775kg
Christophorus von Graffenried1687185cm89cm17cm700kg
Karl Christoph von Graffenried1720158cm81cm14cm450kg
Salome von Graffenried, geb. von Bürgen1708184cm84cm21cm815kg
Anton Christoph von Graffenried1730187cm93cm22cm960kg
Christoph von Graffenried1743204cm97cm25cm1'240kg
Christoph von Graffenried1769187cm84cm17cm670kg

Zudem fanden die Archäologen bei der Freisetzung des Westportals einen Findling, welcher als Schwelle eingesetzt wurde. Ebenfalls fand man bei der Innenrestauration 1983/84 Jugendstil-Fresken in Anlehnung an gotische Vorbilder, welche um 1900 gemalt wurden.

Inschriften/Baudaten
1521, 1522, 1544, 1726, 1730, 1922, 1926 (Glasscheiben)
17 19 (Türsturz, SW-Seite)

Quellen

  • Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 64.
  • BZ, Jugenstil-Fresken kamen zum Vorschein. Die Renovationsarbeiten bei der Worber Kirche verzögern sich, Artikel vom 28. Februar 1984, Bern 1984.
  • Diverse Dossiers der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege.

Literatur

  • Peter Eggenberger u.a., Worb. Pfarrkirche, Die Ergebnisse der Bauforschungen von 1983, Archäologischer Dienst des Kantons Bern (Hrsg.), Bern 2012.
  • Susi Ulrich-Bochsler, Die Bestattungen der Patronatsherren in der Kirche Worb seit 1594, Bern 2006.
  • Heinrich Richard Schmidt (Hrsgb.), Worber Geschichte, Bern 2005.
  • Murielle Schlup, Die Wandmalereien in der Kirche Worb, Bern 2003.
  • Peter Eggenberger, Pfarrkirche in: Archäologischer Dienst des Kanton Bern (Hrsg.), Schriftenreihe der Erziehungsdirektion des Kantons Bern, 1985.
  • Samuel Rutishauser, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.), Kirche Worb BE. Schweizerische Kunstführer, Bern 1985.
  • Friedrich Engler, Geschichte der Kirche Worb. Gedenkblatt an die Renovation 1932/33, Worb 1933.
  • Hermann Kasser, Die Kirche von Worb und ihre Glasgemälde, Bern 1893.

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Reformierte Kirche
Enggisteinstrasse 6
3076 Worb

Reformierte Kirche (Foto Monica Cloetta 2013)

Kirche Grabplatten

Schlössli Längmatt

Herrschaftssitz, ältester Landsitz von Worb
Erbaut 1634; aufgestockt 1690, erweitert 1739; Nordostanbau von 1700, aufgestockt Ende 19. Jahrhunderts.
Nachgotischer Herrenstock, ältester Landsitz von Worb.

1. Baujahr
erbaut 1634

Wichtige Umbauten
aufgestockt 1690, erweitert 1739; Nordostanbau von 1700, aufgestockt Ende 19. Jahrhunderts

Inschriften/Baudaten
1634 (Türsturz, Nordost-Seite)
16 / 90 (Büge, Nordost-Seite)
AV 1700 (Türsturz, Nordost-Anbau)
1739 (Türsturz, Südwest-Seite)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 79.

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Schlössli Längmatt
Enggisteinstrasse 90
3076 Worb

Schlössli Längmatt (Foto Franziska Ryter 2012)

Schlössli Längmatt Rückseite

Schlössli Rüfenacht

Jagdschloss und Herrschaftssitz
Das Schlössli wurde um 1650 für Marquart Zehnder erbaut. Es verfügt über eine Spätrenaissance-Täferstube. 1970 fand eine Aussenrestaurierung statt.

Jagdschloss

1. Baujahr
um 1650 erbaut

Wichtige Umbauten
Im Kaufvertrag von 1769 wurde das Schlössli mit Turm von Johann Jakob Wyss an die Gebrüder Gfeller, Landwirte, übergeben. Nach einer ersten Restaurierungsetappe 1965/66, in welcher das sechseckige Türmli restauriert wurde, fand 1970 die Aussenrestaurierung des Gebäudes statt. Als besonders wertvoll gilt die Täferstube im Schlössli. Diese wurde vor 1769 eingebaut. Das Obergeschoss des Hauses ist über eine hölzerne Laube zugänglich.
Über diesem Raum befand sich ursprünglich ein grosser Raum mit guten Grisaille-Rankenornamenten an der Decke und Rollwerk sowie Liniendekor auf den Putzfeldern der Riegkonstruktion.

Quellen

  • Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 94.
  • Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege, Bern vom 19. Juni 1972, Bern 1972.
  • Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege, Betrifft: Rüfenacht BE. Ehemaliges Herrenhaus, Bern 18. Januar 1966, S. 1.
  • Kanton Bern, Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates, Sitzung vom 26. August 1960, Staatskanzlei Bern, Bern 1960.
  • Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege, Brief Bern vom 08. Juni 1960, Bern 1960, S. 3.

Literatur
SIA, Das Bürgerhaus der Schweiz, Bd. 11, Zürich 1910-1937.

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Schlössli Rüfenacht
Hinterhausstrasse 1
3075 Rüfenacht

Schlössli mit Turm (Foto Franziska Ryter 2012)

Schlössli Rüfenacht

Schloss

Mittelalterliches Schloss mit barockem Wohnteil
Im Kern wohl 11. Jahrhundert; hochmittelalterliche Anlage um 1200; ab 1469 in mehreren Etappen um- und ausgebaut, Wiederherstellung nach Brand von 1535.

Jürg Schweizer schreibt zum Schloss Worb (S. 40):
"Burgen- und Ritterromantik im 'Herbst des Mittelalters'. Wie kein anderes Bauwerk belegt Worb schliesslich, dass die Unbequemlichkeit der Burg verlassen werden sollte; mit der Treppenanlage werden Züge zelebriert, die Erschliessungskomfort und Repräsentation kombinieren. Worb ist ein Meilenstein von der Burg zum Schloss."

1. Baujahr
im Kern wohl 11. Jahrhundert, hochmittelalterliche Anlage (um 1200)

Wichtige Umbauten
ab 1469 in mehreren Etappen zur heuteigen Form aus- und umgebaut (Wiederherstellung nach Brand von 1535)

Inschriften/Baudaten
1472 (Türsturz, Treppenturm, Palas)
1535 (Fenstersturz, Bergfried)
16 CVG 69 IAR (Türsturz, Bergfried)
1699 (Kellertürsturz)
1865 (über Tür zu Remise)

Geschichte
1127: wird der Edle Anselmus de Worvo als Lehensherr genannt.
1146: tagt unter Herzog Konrad von Zähringen das Gericht in Worb in Anwesenheit der Freiherren von Worb. Ihre Nachfolger werden die Freiherren von Kien.
Mitte 14. Jh.: Nach dem Aussterben der Herren von Kien verkaufen die Erbinnen Worb samt Burg an Peter und Kuno von Seedorf.
1393: an Schultheiss Petermann von Krauchthal.
1420 kaufen Rudolf und Ulrich Rieder die verwahrloste Burg und Herrschaft. Die zwei Herrschaftshälften erleben in der Folge die verschiedensten Handänderungen und Aufteilungen.
1469: Durch Erbgang und Kauf kann Niklaus von Diesbach in diesem Jahr die restlichen Teile der Herrschaft Worb erwerben, nachdem Loy von Diesbach bereits ab 1425 gewisse Teile verwaltet hatte.
1475: Beim Tod Niklaus II. erbt sein Vetter Wilhelm I. (gestorben 1517) die Herrschaft.
1516: erwirbt Ludwig von Diesbach den Kirchensatz von Worb.
1533: gelangt Worb an Jost von Diesbach.
Ende 16 Jh.: Die Herrschaft Worb gehört drei Miteigentümern, zur Hälfte Hieronymus Manuel. In der Folge teilen sich die verschiedensten Eigentümer den Besitz, bis
1668: Christoph von Graffenried sämtliche Teile wieder in seiner Hand vereinigen kann. Bis
1792: bleibt Worb Alleinbesitz der Graffenried; damals verkauft die Erbengemeinschaft die Herrschaft an Johann Rudolf von Sinner.
1811: geht der Besitz, ohne die 1798 verlorenen Herrschaftsrechte, an seine Nachkommen. So
1841: an Karl Friedrich von Goumëns-von Sinner.
1899: wird Worb an Louis William Gabus von Le Locle verkauft.
1915: erwirbt Ludwig Scholz aus Berlin das Schloss. Von seinen Erben kaufen
1955: Hans W. Seelhofer und andere das Schloss; seit
1964: ist Hans W. Seelhofer [bzw. seine Witwe] Alleinbesitzer."

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 119.

Literatur

  • Jürg Schweizer, Der bernische Schlossbau im 15. Jahrhundert. In: Mittelalter Jg. 8 Nr. 2, 2003, S. 32-44.
  • Jürg Schweizer, Das alte Schloss - Von der wehrhaften Burg zum repräsentativen Palais. In: Heiner Richard Schmidt (Hrsg.), Worber Geschichte, Bern 2005, S. 216-232

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Schloss
Schloss
3076 Worb

Schloss (Foto Franziska Ryter 2012)

Schloss SW-Front

Schlossstalden

Historische Gewerbezone und Verkehrsachse
Der Schlossstalden ist eine alte Verkehrsachse und die historische Gewerbezone des Dorfs dank der Wasserkraft des Enggisteinbachs, abgeleitet vom Biglenbach seit dem 14. Jhdt.

Der Schlossstalden ist die Verbindung zwischen Dorf und Schloss und die ehemalige Durchgangsachse gegen Enggistein und das Emmental. Ab dem 14. Jahrhundert entwickelte er sich dank der künstlich zugeleiteten Wasserkraft (Umleitung des Biglenbachs) zur wichtigsten Gewerbezone des Dorfs. Dichte und in sich geschlossene Bauweise beidseits der leicht gekrümmten steilen Gasse. Die mehrheitlich aus dem 19. Jahrhundert stammenden, 2- bis 3-geschossigen Ständer- und Steinbauten unter Halbwalm-, Mansard- oder Satteldächern bilden eine gestufte zusammenhängende Zeile. Prägende Elemente sind auch die kleinen Plattformen, Stützmauern, Treppen und Kellerhälse. Obwohl viele der Gebäude verändert worden sind (Vorbauten, Zwischentrakte, Dachaufbauten, Fassadenverputz), hat der Stalden das Gesicht einer kleinräumigen Gewerbegasse bewahrt. In ihrer Struktur für dörfliche Verhältnisse höchst selten anzutreffende Bebauung, die zusammen mit der Ringanlage um die Kirche zu den markantesten und ältesten Häusergruppen des Dorfs gehört. Hohe räumliche Qualität; von historisch-typologischer Bedeutung.

Geschichte
Der Stalden bildet das Verbindungsstück zwischen dem Dorf und dem alten Schloss. Er gehört zu den ältesten Häusergruppen des Dorfkerns Worb. Beinahe zwei Jahrhunderte durch das Familienunternehmen Ott AG geprägt, verlegte die Firma Ott ihren Sitz in das Industriegebiet Worbboden und somit war in den 1980er Jahren eine Neugestaltung des Stalden möglich.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 11 und 128.

Literatur
Worber Post 13. Jahrgang April 1980 „Überbauung Stalden Worb Areal Ott AG“ Seite 1-2.

Schlossstalden
Schlossstalden
3076 Worb

Schlossstalden (Foto Monica Cloetta 2013)

Schulhaus Vielbringen

Öffentliches Gebäude, Schule
Das Primarschulhaus Vielbringen-Rüfenacht wurde 1907 erbaut und gehört zu den letzten Vertretern eines im 19. Jahrhundert weit verbreiteten Schulhaus-Typus.

Nüchterner Bau in spätklassischen Formen. Quaderförmiger Baukörper mit angebautem Treppen- und Toilettenflügel (umgebaut und wohl vergrössert). Ziergiebel betonen die Mittelachse der Hauptfassade, strassenseitig 3-teilige Oberlichttür sowie Balkon mit kräftigen Konsolen.
Die Hauptfront des Gebäudes ist den damaligen schulhygienischen Normen entsprechend nach Südosten ausgerichtet. Im Nordwesten Pausen- und Turmplatz. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite steht das ehemalige Schulhaus von 1819 (stark verändert). Gebäudepaar am Fuss des sanft ansteigenden Hangs zwischen Vielbringen und Rüfenacht. Das Schulhaus Vielbringen-Rüfenacht gehört zu den letzten Vertretern eines im 19. Jahrhundert entwickelten und weit verbreiteten Schulhaus-Typus.

1. Baujahr
1907 erbaut

Name Bauherr, Besitzer und Architekten
Einwohnergemeinde Worb

Inschriften/Baudaten
1907 Brandv.

Geschichte
Hans Neuenschwander (1981 S. 25-27) schreibt über die Vielbringer Schulsituation im 19. Jhdt.: "Innerhalb der Kirchgemeinde waren die einzelnen Viertel für die Schule verantwortlich. Für die Aussenbezirke brachte dies insofern Schwierigkeiten, als immer zwei Ortschaften erfasst werden mussten: Wattenwil-Enggistein, Richigen-Ried und ebenso Vielbringen-Rüfenacht. Hier wurde die Lösung zuerst so getroffen, dass in jährlichem Wechsel an beiden Orten Schule gehalten wurde. In Vielbringen geschah dies im heute noch bestehenden, mehrfach umgebauten Wohnhaus unmittelbar beim untern Feuerweiher. Ein etwas verschrobener Jungeselle, der dort wohnte, war noch hundert Jahre später als "Schulhus-Nöldu" dorfbekannt.
Wegen der damals natürlich zu Fuss zu bewältigenden langen Schulwege konnte diese Wechseleinrichtung auf die Dauer nicht befriedigen. Der Wunsch nach einem zentralen Schulhaus war deshalb verständlich. Er ging in Erfüllung, als im Steinacker ein Stück Pfrundland erworben werden konnte. Zwei benachbarte Parzellen sind heute noch als Kirchbühlacker und Pfaffenland bekannt.
Das "alte" Schulhaus wurde 1819 erstellt und für 3'800 Franken brandversichert, zu einer Zeit, wo solches noch kaum üblich war. Es enthielt 2 Schulzimmer auf der Seite des Turnplatzes, 2 einfache Lehrerwohnungen sonnseits und einen besonderen Abortanbau. Das für den Schulhausbrunnen nötige Wasser konnte für 50 Kronen Bernwährung vom Mauermoos gekauft werden. Das Haus war für damalige Verhältnisse recht weitsichtig geplant, denn zweiteilig wurde die Schule erst ab 1844 geführt. Hierführ genügte es dann auch bis 1907, als das dreiteilig konzipierte neue Schulhaus bezugsbereit war. Auch hier wurde räumlich grosszügig gebaut, konnten doch vor Entstehen der neuen Schulanlagen in Rüfenacht darin 5 Klassen untergebracht werden.
Erster Lehrer war ein schon seit 1817 amtierender Herr Egli. In der Folge wirkte er volle 44 Jahre in Vielbringen ohne dass er je eine fachgerechte Ausbildung in heutigem Sinne genossen hätte. Ein eigentliches Seminar gab es nämlich erst seit 1833. Vorher wurde als Lehrer zugelassen, wer sich ein bescheidenes Rüstzeug durch Selbststudium, Privatunterricht und Besuch einfacher Kurse angeeignet und sich an einer einfachen Prüfung ausgewiesen hatte. [...]

Trotzdem muten die Schulverhältnisse jener Zeit noch recht eigenartig an, was einige Hinweise aus den frühesten Schulkommissionsprotokollen zeigen mögen. Der Schulbesuch war obligatorisch und zu kontrollieren. Dabei waren 14 Tage unentschuldigtes Fernbleiben zum vornherein toleriert. Wer darüber hinaus mehr als ein Drittel versäumte, machte sich strafbar. Andererseits sollte als fleissig ausgezeichnet werden, wer im Sommer von den Kleinen über drei Viertel und von den Grösseren über die Hälfte der Schultage besuchte. Arbeit kam im Sommer eben vor Bildung. Im Winter fand man besser Zeit; so waren im Februar 1833 von 93 Schülern durchschnittlich 76 anwesend. [...]
Folgende Fächer waren zu unterrichten: Lesen, Schreiben, Rechnen, Religion und damit verbunden Singen. Religion stand im Vordergrund. [...]"

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 2, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 2.

Literatur
Hans Neuenschwander, Vielbringen: ein Rückblick. Im Auftrag der Burgerschaft Vielbringen, Vielbringen 1981.

Weitere Bilder aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Schulhaus Vielbringen
Rüfenachtstrasse 8
3075 Vielbringen bei Worb

Schulhaus Vielbringen (Foto Monica Cloetta 2013)

Schule Vielbringen hinten

Schulhaus Zentrum

Öffentliches Gebäude, Schule
Altes Sekundarschulhaus, ehemals mit Gemeinderatszimmer und Gemeindearchiv, erbaut 1909.

Schulhaus Zentrum

1. Baujahr
erbaut 1909

Name Bauherr, Besitzer und Architekten
Einwohnergemeinde

Nutzungen
Altes Sekundarschulhaus, ehemals mit Gemeinderatszimmer und Gemeindearchiv

Inschriften/Baudaten
1908 (Brunnenstock)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 39.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte


Schulhaus Zentrum
Bahnhofstrasse 3
3076 Worb

Schulhaus Zentrum (Foto Monica Cloetta 2013)

Primarschule Zentrum Eingang

Speicher Hubel

Landwirtschaftsgebäude
Speicher, Ofenhaus und Waschhaus, wohl erbaut Mitte 18. Jahrhundert.

Speicher, Ofenhaus und Waschhaus

1. Baujahr
wohl erbaut Mitte 18. Jahrhundert

Inschriften/Baudaten
ca. 1750 Brandv.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 152.

Speicher Hubel
Wattenwilstrasse 20
3076 Worb

Speicher Hubel (Foto Monica Cloetta)

Stationsgebäude Worb SBB

Typischer Landbahnhof mit Wohnung im OG
Erbaut 1864.

Stationsgebäude der SBB
Aussergewöhnlich gut erhaltener, für die beginnende Eisenbahnzeit charakteristischer Landbahnhof mit Wohnung im OG. Repräsentativer Bau in Mischbauweise.

1. Baujahr
erbaut 1864

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 138.

Weiteres Bild aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Stationsgebäude Worb SBB
Stationsstrasse 12
3076 Worb

Station Worb SBB (Foto Monica Cloetta 2013)

Stationsgebäude SBB seitlich

Turnhalle

Öffentliches Gebäude, Schule
Erbaut 1921, jüngerer Nordanbau.

Turnhalle

1. Baujahr
erbaut 1921

Wichtige Umbauten
jüngerer Nordanbau

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 40.

Turnhalle
Bahnhofstrasse 5
3076 Worb

Turnhalle (Monica Cloetta 2013)

Villa Enggisteinstrasse

Wohnhaus und ehemalige Bankfiliale
Villa von 1895; 1895-1924 Sitz der Ersparniskasse von Konolfingen EvK, Filiale Worb; ehemals auch mit Notariatsbüro.

Villa, repräsentativer Ständerbau

1. Baujahr
erbaut 1895

Nutzungen
ehemals mit Notariatsbüro; 1895-1924 Sitz der Ersparniskasse von Konolfingen EvK, Filiale Worb

Inschriften/Baudaten
1895 (Brunnentrog)
1895 Brandv.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 76.

Villa Enggisteinstrasse
Enggisteinstrasse 24
3076 Worb

Villa und ehemalige Bankfiliale (Foto Franziska Ryter 2012)

Villa in Rüfenacht

Anspruchsvolles Wohnhaus
Erbaut 1927, renoviert 1997/1998. Am römischen Atriumshaus und an palladianischen Vorbildern orientierte Villa.

Anspruchsvolle, am römischen Atriumshaus und an palladianischen Vorbildern orientierte Villa, heute Wohnhaus

1. Baujahr
erbaut 1927

Wichtige Umbauten
renoviert 1997/1998

Inschriften/Baudaten
1927 Brandv.

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 35.

Villa in Rüfenacht
Alte Bernstrasse 70
3075 Rüfenacht

Villa Rüfenacht (Foto Franziska Ryter 2012)

Wirtschaft zur Brauerei

Herrschaftlicher frühbarocker Massivbau
Ehemaliger "Bürenstock", wohl Mitte 17. Jahrhundert, Umbau 1828; 1835-42 Privatschule. Seit 1864 Gastwirtschaft der Bierbrauerei Egger; renoviert 1988/89.

Ehemaliger Bürenstock, heute Restaurant Brauerei

1. Baujahr
erbaut wohl Mitte 17. Jahrhunderts

Wichtige Umbauten
umgebaut 1828
renoviert 1988-89

Nutzungen
1835-42 Privatschule, seit 1864 Gastwirtschaft der 1863 gegründeten Bierbrauerei Egger

Inschriften/Baudaten
32 L (?) / 1828 (Türsturz, Nordwest-Seite)

Geschichte
Zum 75. jährigen Jubiläum der Braui Worb verfasste E. Aeschlimann 1938 eine kleine Schrift über das Unternehmen:
"Die Brauerei Worb entsteht
Nachdem seine Frau als Erbteil die ganze Bürenstockbesitzung in Worb erhalten hatte, baute Gottfried Egger 1863 die Scheune zu einer Brauerei um." (S. 10)
"Die Wirtschaft zur Brauerei wird eröffnet
Zu einer richtigen Brauerei gehörte damals auch eine Schankstube [...]. Das erste Gesuch um ein Wirtschaftpatent fand aber keine Gnade, weil die ortsansässigen Wirte dafür gesorgt hatten! Der Draufgänger Egger nützte jedoch nun seinerseits die Beziehungen zum damaligen Regierungsstatthalter aus und hatte mit dem zweiten Anlauf Erfolg. Am Neujahrsmorgen 1864 nach der Predigt erblickten die Kirchgänger ein grünes Tännchen über einem Fenster der neuen Gaststube im Bürenstock. Der Antrinket begann sogleich. Das Bier schmeckte den Worbern ausgezeichnet, und zwar umsomehr, als bisher im Winter hier keines ausgeschenkt worden war." (S. 14)
"Rückschläge
Sonntag, den 30. August 1874 brannte die Brauerei nieder. Die Feuerwehr konnte nur mit Mühe das Stöckli und den Bürenstock retten. Der Schaden wurde nur zum Teil durch die Versicherung vergütet. Der finanzielle Verlust konnte erst nach Jahren wieder eingebracht werden. [...]
Im Winter 1874 war der Neubau fertiggestellt. Er umfasste nur mehr die Brauereiräume. Stallungen für 8 Pferde, für einige Kühe und Schweine, Futterräume usw. waren dem Stöckli angegliedert worden. Alles war bequemer eingerichtet, so dass der Brandgeschädigte hinterher nach überstandenem Schrecken und nach den schlimmen Sorgenzeiten den Brand beinahe als Glücksfall auffasste." (S. 16)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 48.

Literatur
E. Aeschlimann, 75 Jahre Egger Bier, Worb 1938.

Weitere Bilder zur Brauerei aus der Bilddatenbank der IG Worber Geschichte

Wirtschaft zur Brauerei
Brauereiweg 2
3076 Worb

Restaurant Brauerei (Foto Monica Cloetta 2012)

Brauerei Egger

Wohnhaus mit Arztpraxis

Wohnhaus mit Gewerbe
Erbaut um 1830, ehemals mit Kaufladen und Werkstatt (?). Heute mit Arztpraxis.

Wohnhaus

1. Baujahr
erbaut um 1830

Nutzungen
ehemals mit Kaufladen und Werkstatt (?); heute Wohnhaus mit Arztpraxis

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 1, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 87.

Wohnhaus mit Arztpraxis
Hauptstrasse 1
3076 Worb

Wohnhaus mit Arztpraxis (Foto Monica Cloetta 2013)

Wohnstock in Richigen

Jetzt Wohnhaus, ehemals mit Postbüro
Wohnstock, erbaut 1860, renoviert 1985.

Wohnstock

1. Baujahr
erbaut 1860

Wichtige Umbauten
renoviert 1985

Nutzungen
ehemals mit Postbüro.

Inschriften/Baudaten
1860 1985 (Türoberlicht, Ost)

Quellen
Bauinventar der Gemeinde Worb, Band 2, Objekte mit Strassennamen, herausgegeben von der Einwohnergemeinde Worb und der Denkmalpflege des Kantons Bern, 2003, Seite 29.

Wohnstock in Richigen
Buechlistrasse 219
3078 Richigen

Wohnstock, ehemals mit Postbüro